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Die häusliche Handarbeit an sich ist ja in der Vergangenheit immer eine weibliche Sache gewesen und Dinge wie Feminismus und Stricken z.b. passt für manche immer noch nicht zusammen. Das sehen aber gewisse Aktivistinnen ganz anders. Und ich denke es besteht immer wieder die Notwendigkeit sich die Dinge immer wieder im eigenen Sinn anzueignen. Also nicht andere darüber bestimmen zu lassen was passt und was nicht.

Das Material Wolle und die daraus hergestellten Arbeiten können sehr humorvoll sein, vorallem aber weich, warm und freundlich.

513l3+K7OLL._SL500_AA300_Ich finde es meistens sinnvoller für etwas zu sein und dafür einzustehen als gegen etwas.

Schon allein dadurch wird die Message einfach viel positiver. Sinnvoll und friedlich Zeichen setzen. Das Buch zum Thema: „Craftista“ gibt es für 14,90 €. Zur Internetseite des Projekts geht es hier. Ich hoffe es folgt weiteres. Das wichtige daran ist auch, das es möglich ist selbst aktiv zu werden. Mit den Mitteln die einem zur Verfügung stehen. Sicher habt Ihr auch schon die eine oder andere Aktion mitbekommen. Eine schon etwas ältere Aktion, aber inzwischen nicht minder interessant ist: Aufstand der textilen Zeichen. Auf der Seite gibt es auch das Programmheft mit vielen Infos zum Download.

In Dresden gibt es zur Zeit eine Aktion, die irgendwie auch feministisch ist, da hauptsächlich Frauen am Projekt beteiligt sind, bzw. ins Gespräch kommen. Es geht um den Erfahrungsaustausch der jungen und der alten Generationen zum Thema Krieg und Erinnerungskultur. Es gab einige interessante Veranstaltungen. Momentan wird an einem Panzerkleid gestrickt: Hier gehts zur Internetseite.

Einen sehr gelungenen Artikel zum Thema Yarnbombing/Guerilla Stricken und Stricken im öffentlichen Raum gab es vor einiger Zeit in der Wiener Zeitung. Und einen kritischen Artikel (auch mit einem eingestricktem Panzer – scheint sehr beliebt zu sein als Objekt) gab es auch in der Emma. Die ganze Szene ist ja seit einigen Jahren wieder am aufleben. Aktiv sein ist angesagt. 09/2012 zog auch „die Welt“ mit einem Artikel nach.

Das ganze muß natürlich auch eine Message haben und darf nicht zur reinen Dekoration verkommen, wenn es wirklich um ein politisches Statement gehen soll. Aber wie immer sind die Grenzen hier und auch zum künstlerischen fließend. Wer wie was betrachtet entscheidet jeder einzelne. Doch es ist durchaus spannend sich das Thema zu Gemüte zu führen. Ein bisschen mehr politisches Statement wäre gerade hier in Deutschland sehr angebracht.

Feministische Grüße von der Handarbeitsfront

 

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