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Heilwolle ist nur wenig gewaschene Wolle mit einem hohen Wollfettanteil. Das Wollfett heißt Linolin und ist ein ganz tolles Zeug, wie Wolle an sich ja auch schon.
Aus der Heilwolle wird der grobe Dreck entfernt und dann wird sie nur einmal ganz vorsichtig gewaschen eben damit das Wollfett in möglichst hohen Anteilen drin bleibt. Wenn das ganze noch etwas nach Stall riecht ist das ein Zeichen für Qualität.

Heilwolle bekommt man für kleines Geld in der Apotheke oder man fragt den Schäfer von nebenan. Sie ist eine meiner Lieblingshausmittel bei ganz vielen Beschwerden. Sie kann auch wieder verwendet werden. Wichtig ist die Aufbewahrung in einem geschlossenem Behältnis/Beutel.

Wolle ist Wärme. Schutz und Umhüllung schenkt uns die Wolle der Tiere. Ein ganz großer Schatz. Lebendige Schafswolle reinigt sich selbst und kann viele male wiederverwendet werden. Auch gute Schafswollkleidung braucht man nur lüften.

Die nicht entfettete Heilwolle hilft bei Ekzemen und Hauterkrankungen – direkt als Umschlag auf der Haut getragen. Oder bei anderen angewendeten Umschlägen die Wolle nochmal obendrüber. Auch bei Fußpilz soll sie schon geholfen haben.

Außerdem tolle Erfahrungen habe ich bei Ohrenschmerzen, Kiefer- und Zahnproblemen gemacht, dazu stecke ich mir kleine Stücken der Wolle in die Ohren, dort lasse ich sie solange bis es besser wird.

Ebenso bei Bronchitis und Lungenerkrankungen Wollwickel anlegen. Auch bei Unterleibserkrankungen und Rückenschmerzen tut ein Wollumschlag so richtig gut. Zur Unterstützung lohnt sich hier auch Unterwäsche aus Wolle, Wollsocken oder Wolleinlagen in den Schuhen – grade im Winter.

Bei Schlafproblemen sich einfach mal eine gute echte Wolldecke besorgen. Die Wolle bringt Ruhe. Das Schaf ist ein Erdiges Tier, ein Wiederkäuer und damit Bauchorientiert.

Wolle stärkt unseren Wärmeorganismus. Umso natürlicher umso besser.

Buchempfehlung: Sanfte Heilpraxis vom Hallwag Verlag, Autor: Dr. Jürg Reinhard

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